Seine Karriere begann als Kellner in New York, heute zählt er zu Hollywoods gefragtesten Schauspielern. Pedro Pascal begeistert in "The Last of Us" und anderen Erfolgsproduktionen Millionen Fans weltweit. Der Weg zum Ruhm war für den sympathischen Darsteller jedoch alles andere als geradlinig.
Der Weg zur Spitze Hollywoods verlief für Pedro Pascal nicht geradlinig. Der chilenisch-amerikanische Schauspieler musste zwei Jahrzehnte lang auf seinen großen Durchbruch warten.
Seine ersten schauspielerischen Gehversuche unternahm er bereits als Sechsjähriger - beim Erzählen seiner Träume gegenüber seiner Mutter, einer Psychologin. "Das war immer eine wunderbare Gelegenheit, um sich fantastische Geschichten auszudenken", verriet Pascal im Gespräch mit "GQ". Seine Mutter beobachtete jedoch mit Sorge, wie ihr Sohn sich zunehmend in Fantasiewelten verlor.
Diese Bedenken erwiesen sich als nicht unbegründet. Bis in seine mittleren Dreißiger schlug sich Pascal in New York als Kellner durch, während er sich mühsam von Gastauftritten in "Buffy" zu Nebenrollen in Produktionen wie "The Good Wife" und "Mentalist" hocharbeitete. In besonders kargen Zeiten ernährten sich er und seine geliebte Hündin Greta von geschenkten Käsekuchen aus einem nahegelegenen Café.
Der entscheidende Wendepunkt kam 2014. Als leidenschaftlicher Prinz Oberyn Martell in der vierten Staffel von "Game of Thrones" begeisterte Pascal das Publikum mit einer komplexen Darstellung zwischen erotischer Freizügigkeit und Rachedurst. Die zu diesem Zeitpunkt bereits quotenstarke Serie verhalf dem charismatischen Darsteller zum lang ersehnten Durchbruch.
Nach seinem dramatischen Serientod in der Fantasy-Saga eroberte Pascal die Hauptrollen in der Star-Wars-Serie "The Mandalorian" und der Videospiel-Adaption "The Last of Us". Diese Projekte brachten ihm nicht nur internationale Anerkennung, sondern auch den Titel als Hollywoods "favourite Daddy". Seine Interpretation fürsorglicher Vaterfiguren traf den Zeitgeist und machte ihn zum gefeierten Internet-Phänomen.
Der Erfolg spiegelt sich in zahlreichen Auszeichnungen wider. Seit 2018 gehört Pascal der Oscar-Academy an. Das "Time"-Magazin zählte ihn 2023 zu den einflussreichsten Persönlichkeiten weltweit. Im selben Jahr schrieb er als erster lateinamerikanischer Schauspieler Emmy-Geschichte mit drei Nominierungen. 2024 wirkte er in Ridley Scotts "Gladiator II" mit und gewann als LGBTQ+-Unterstützer weitere Fanherzen - unter anderem als Grindr-App-Publikumsliebling.
Die Medienwelt feiert Pascal als potenziellen Nachfolger von Keanu Reeves in der Rolle des sympathischsten Hollywood-Stars. In Interviews beeindruckt er mit authentischer Warmherzigkeit, spricht offen über Lampenfieber bei öffentlichen Auftritten und nimmt sein Image mit Humor. Bei Graham Norton (61) kommentierte er seinen Daddy-Status gelassen: "Ich nehm alles!"
Auf seinen späten Karrieredurchbruch angesprochen, lenkt Pascal das Gespräch meist diplomatisch um. Seine ambivalente Haltung zum Ruhm beschreibt er als "zwiespältig" und zieht Parallelen zum kindlichen Verlangen nach Aufmerksamkeit: "Wenn sie die Aufmerksamkeit dann bekommen, fühlt sich das nicht natürlich an."
Im Privatleben führt der Schauspieler ein zurückgezogenes Single-Dasein. "Sie war die Liebe meines Lebens" war laut eigener Aussage seine Hündin Greta. In einem Interview mit "Flaw" gesteht er selbstkritisch: "Ich kann ganz schön bestimmend sein. Ich muss meine ganze Menschlichkeit zusammenkratzen, um nicht jeden Abend meine Filmauswahl durchzuboxen."
(mia/spot)