Beschreibung
Ist Verzicht die reine Qual - oder kann das Weglassen auch glücklich machen? Und verbessert der Trend zum "weniger" am Ende sogar noch die Gesellschaft? Am Abend des 28. Februar beginnt für Milliarden Muslime der Fastenmonat Ramadan. Am Mittwoch danach ziehen dann viele Christen nach. Pünktlich zum Beginn der Fastenzeit fragt "aspekte": Kann Verzicht die Welt retten? Und dabei auch noch guttun? Dry January, Digital Detox, Intervallfasten, minimalistisches Wohnen: Verzichten liegt im Trend. Jo Schück schnallt den Gürtel enger und hört sich um: Welche Gründe gibt es, zu verzichten? Ist das Weglassen ein Luxus, den man sich erst mal leisten können muss - oder kann man sich in jeder Einkommensklasse freiwillig einschränken? Ernährungstrends und alarmierende Zahlen zum Alkoholkonsum legen nahe: Verzicht ist gesund. Jo Schück fragt sich: Bleibt da nicht der Genuss auf der Strecke? Bas Kast, Bestsellerautor und Gesundheitsguru, erklärt, warum Essen am besten schmeckt, wenn man hungrig ist, und was Fasten mit Eisbaden zu tun hat. Gleichzeitig hat der Verzicht für viele vor allem spirituelle Beweggründe. Kurz bevor der islamische Fastenmonat losgeht, trifft Jo Schück die muslimische TikTokerin Jennah Schott zum Kochen. Die 21-Jährige hat einen "Ramadan-Planer" herausgegeben und erklärt Jo, was die Fastenzeit für sie so besonders macht. Doch der Verzicht ist mehr als eine persönliche Angelegenheit. Angesichts der drohenden Klimakatastrophe geht es bei den Themen Fliegen und Fleischkonsum um die Zukunft aller. Transformationsexpertin Maja Göpel erklärt, wie "Degrowth", die Abkehr vom ewigen Wachstum und "immer Mehr", als Gegenentwurf zur Überlebensstrategie werden kann. Wie aber stehen eigentlich Menschen zu den heilbringenden Ideen von Verzicht, die ihn nicht frei wählen können? Jo Schück fragt bei Marlen Hobrack nach. Die Autorin schreibt auch über Klassismus und hat selbst erlebt, wie es ist, zum Verzichten gezwungen zu sein. Ist das idealisierte "Weniger ist mehr" nur ein Mittelschichtstrend? Hobrack meint: "Aus Sicht ärmerer Personen wirkt es zumindest schnell zynisch, zu hören, 'Mach dir doch mal Gedanken über deinen ökologischen Fußabdruck und dein Konsumverhalten'". Liegt Verzicht also in der Verantwortung der Besserverdienenden? Sebastian Klein hat für sich entschieden: Ja. Durch den Verkauf einer App wurde er Multimillionär - beschloss aber, 90 Prozent des Geldes in eine gemeinnützige Struktur zu überführen. Mehr Geld habe ihn nicht unbedingt glücklicher gemacht. Und ihm das Gefühl gegeben, Teil des Problems zu sein. Klein ist überzeugt: "Nur wenn die einen, die zu viel haben, verzichten, können die anderen, die zu wenig haben, ein Leben in Würde führen."
Sender | Sendung | Datum | Sendezeit |
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![]() | aspekte Magazin D | Freitag, 28.02.2025 | 23:30 bis 00:15 |
![]() | aspekte Magazin D | Freitag, 07.03.2025 | 23:30 bis 00:15 |
![]() | aspekte Magazin D | Freitag, 14.03.2025 | 23:30 bis 00:15 |
28. February | 23:30 | ZDF | aspekte Magazin D |
07. March | 23:30 | ZDF | aspekte Magazin D |
14. March | 23:30 | ZDF | aspekte Magazin D |