• Vom Hilfslehrer zum weltberühmten Chemiker
• Traditionsreiches Handwerk
• Düstere Prognosen
Das Sorbische Siedlungsgebiet in der Oberlausitz wird wohl schon bald um einiges größer. Grund ist ein Beschluss des Gemeinderates Wóslink/Oßling. Demnach wollen sich sieben der neun Ortschaften der Gemeinde im Norden des Landkreises Bautzen dem Sorbischen Siedlungsgebiet anschließen. WUHLADKO fragt nach den Gründen dieser Entscheidung. Weitere Themen der April-Ausgabe: Düstere Prognosen Die jüngste Gemeinde Sachsens liegt in der sorbischen Oberlausitz. Seit vielen Jahren führt Ralbitz-Rosenthal diese Statistik an - ist mit einem Durchschnittsalter von 41,4 Jahren die jüngste aller 415 Gemeinden in Sachsen. Diese Zahlen stammen aus dem Jahr 2021. Mittlerweile registriert man auch in Ralbitz-Rosenthal den sogenannten Geburtenknick - mit entsprechenden Auswirkungen für Kitas, Schulen, Hebammen und die Geburtenstationen in den Krankenhäusern. WUHLADKO fragt nach. Vom Hilfslehrer zum weltberühmten Chemiker Es gibt den Ćišinski-Preis und den Zejler-Preis, benannt nach herausragenden sorbischen Persönlichkeiten. Doch wer kennt den Alwin-Mitaš-Preis, der seit 35 Jahren von der Firma BASF gestiftet und an die weltbesten Chemiker im Bereich der Katalyseforschung verliehen wird? Benannt ist dieser Preis nach einem der bedeutendsten Chemiker seiner Zeit und dem wahrscheinlich einzigen Sorben, der fast den Nobelpreis bekommen hätte und der BASF reich gemacht hat: Prof. Alwin Mitaš. WUHLADKO begibt sich auf Spurensuche nach diesem in der Oberlausitz nahezu unbekannten sorbischen Wissenschaftler. Traditionsreiches Handwerk Der Friedhof in Ralbitz sucht wohl deutschlandweit seinesgleichen und ist in der zweisprachigen Oberlausitz ein Touristenmagnet. Die einheitlichen, weiß-goldenen Holzkreuze sind das markante Merkmal dieses Friedhofs. Hergestellt und gepflegt werden diese überwiegend vom sorbischen Holzbildhauer Mikławš Dyrlich aus Neudörfel. Er führt die Tradition seines Vaters fort und schuf in den vergangenen Jahrzehnten hunderte Grabkreuze, Kruzifixe und Heiligen-Figuren für Kirchen oder private Kunden. Kurz vor Ostern hat er jedes Jahr alle Hände voll zu tun, denn in der Karwoche stellt er auf dem Ralbitzer Friedhof die Kreuze für die Verstorbenen des vergangenen Jahres auf. WUHLADKO hat den Holzbildhauer in seiner Werkstatt besucht.