ProSieben kürzt "The Masked Singer" – ist das der Anfang vom Ende?

26.02.2025 um 10:15 Uhr
    Ein lachender Mann mit Brille und grauem Sakko hält ein Mikrofon an die Nase eines plüschigen, goldenen Fabelwesens mit großen Augen. | © 2022 Getty Images/Andreas Rentz
    "The Masked Singer" mit Moderator Matthias Opdenhövel hat über die Jahre an Akzeptanz beim Publikum eingebüßt. | ©2022 Getty Images/Andreas Rentz

    Lange Zeit war „The Masked Singer“ das große Highlight im ProSieben-Programm: Prominente in spektakulären Kostümen, ein Rateteam und Woche für Woche die Spannung, wer unter der Maske steckt. Doch die Erfolgswelle ist abgeebbt. Die Zuschauerzahlen sind stetig gesunken – nun zieht der Sender Konsequenzen.

    Viel hilft viel - der Merksatz gilt für Show-Fernsehen nur bedingt. Bei ProSieben kam man nun zu dem Schluss, dass zwei Staffeln "The Masked Singer" pro Jahr der Quote nicht geholfen haben. 2025 wird die einst umjubelte Show seltener zu sehen sein.

    In nicht einmal fünf Jahren ist aus dem umjubelten Show-Tornado "The Masked Singer" ein laues Quotenlüftchen geworden. Gleich zwei Staffeln mussten es für die Programmplaner von ProSieben auch vergangenes Jahr sein. Beide schrieben den Abwärtstrend fort. Im Winter krachte die Musik-Rate-Show erstmals unter die Marke von einer Million Zuschauerinnen und Zuschauer. So kann es nicht weitergehen - zu diesem Schluss kamen nun offenbar auch die Senderverantwortlichen.

    2025 wird es anders als in den vergangenen Jahren nur noch eine neue "The Masked Singer"-Staffel geben. Das bestätigte ProSieben-Sendersprecher Christoph Körfer dem Medienmagazin "DWDL.de". "'The Masked Singer' legt 2025 eine längere Pause ein und kommt nur einmal", sagte Körfer. Wann genau die neuen Folgen ins Programm kommen, blieb zunächst offen. Eine Frühjahresstaffel steht allerdings nicht an. Erwartbar ist, dass ab Herbst wieder Prominente unter aufwendig gestalteten Kostümen ans Gesangsmikrofon treten werden.

    Neuerungen bei "The Masked Singer" fruchteten nicht

    Die vergangene Herbst-Staffel kam im Schnitt nur noch auf 1,19 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer - ein sehr schwacher Wert für eine Samstagabendshow. Auch in der für die Werbevermarktung wichtigen Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen konnte ProSieben nicht mehr von dem einstigen Erfolgsformat profitieren. Der durchschnittliche Marktanteil lag bei nur 8,1 Prozent.

    Auf die Quoten-Talfahrt hatten die Show-Produzenten zuletzt mit inhaltlichen Veränderungen reagiert. So gab es Variationen im Stamm-Rate-Team und die Einführung einer "Wechselmaske" namens "Mysterium". Genutzt hat es der Resonanz nicht. Für die Enttarnung von Sängerin Loi im zweiten Finale 2024 interessierten sich kurz vor Weihnachten nur noch 1,49 Millionen "The Masked Singer"-Fans.

    Quelle: teleschau

    "The Masked Singer": In fünf Jahren vom Erfolgsformat zum Quoten-Flop

    Die ProSieben-Show "The Masked Singer" verliert weiter massiv Zuschauer. Am vergangenen Samstag flachte die Abwärtskurve zwar etwas ab, der Erfolg war jedoch weiterhin überschaubar. Der Abwärtstrend von "The Masked Singer" setzt sich weiter fort. Die ProSieben-Musiksendung hat zunehmend Probleme, ihre Zuschauer zu halten. Wie das Online-Magazin "DWDL" berichtet, hatten alle in der aktuellen Staffel ausgestrahlten Folgen einen Marktanteil von unter zehn Prozent. Den Tiefpunkt erreichte "The Masked Singer" demnach mit der Ausstrahlung am 30. November. Zwar ging es mit der Nachfolge-Episode am vergangenen Samstag mit 1,09 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern wieder etwas aufwärts. Vom Erfolg früherer Tage ist dieser Wert aber weit entfernt. Die Quote entspricht einem Tagesmarktanteil von 6,0 Prozent. Damit landet "The Masked Singer" auf Platz fünf aller Sender. Im Show-Segment zog an der Musiksendung unter anderem "Denn sie wissen nicht, was passiert" vorbei. Das RTL-Format mit Günther Jauch, Thomas Gottschalk und Barbara Schöneberger sahen 1,51 Millionen Menschen. Auch jüngere Zuschauer schalten ab Besonders ernüchternd für "The Masked Singer": Auch bei der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen hatte die RTL-Sendung die Nase deutlich vorn. Der Marktanteil von "Denn sie wissen nicht, was passiert" in diesem Zuschauersegment betrug rund 12,4 Prozent, was einer Quote von 470.000 Zuschauern entspricht. Dagegen konnte die ProSieben-Sendung nur 320.000 Menschen zwischen 14 und 49 Jahren vor den Fernseher locken. Marktanteil: 7,4 Prozent. In der vergangenen Staffel lag der Anteil in dieser Altersgruppe im Durchschnitt noch bei 12,4 Prozent.

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