Gene Hackman, Ehefrau und Hund in Santa Fe tot aufgefunden

27.02.2025 um 10:45 Uhr
    Gene Hackman, Ehefrau und Hund in Santa Fe tot aufgefunden | © Jeffrey Mayer/WireImage
    Gene Hackman und seine Ehefrau Betsy Arakawa. | ©Jeffrey Mayer/WireImage

    Schocknachricht aus den USA: Der zweifache Oscarpreisträger Gene Hackman und seine Ehefrau, die Pianist Betsy Arakawa, wurden tot aufgefunden.

    Hollywood trauert um eine seiner größten Legenden: Der zweifache Oscarpreisträger Gene Hackman und seine Ehefrau Betsy Arakawa wurden am Mittwochnachmittag tot in ihrem Haus im Nordosten von Santa Fe aufgefunden. Sie wurden 95 und 63 Jahre alt.

    Wie der Sheriff des Santa Fe County, Adan Mendoza, kurz nach Mitternacht am Donnerstag der "Santa Fe New Mexican" bestätigte, wurden auch die sterblichen Überreste des Hundes des Paares entdeckt.

    "Nach ersten Erkenntnissen gibt es keine Hinweise auf ein Fremdverschulden", erklärte Mendoza in einem Interview. Die genaue Todesursache sei noch unklar, ebenso wie der Zeitpunkt des Todes des Ehepaars.

    Als Sohn eines Druckers und einer Kellnerin wuchs Hackman in einer Kleinstadt im US-Staat Illinois auf. Der Vater verließ die Familie, als Hackman im Teenageralter war. Mit 16 Jahren meldete er sich zur US-Marine, wenige Jahre später folgte er seiner Filmleidenschaft und nahm am Pasadena Playhouse in Kalifornien Schauspielunterricht, wo sich auch der junge Dustin Hoffman ausbilden ließ. Beide wurden damals in der Klasse als die Schüler mit den geringsten Erfolgsaussichten eingestuft. Zusammen zogen sie Ende der 1950er Jahre nach New York, teilten sich dort eine Wohnung mit Robert Duvall, schlugen sich mit Handlangerjobs durch und feilten an ihrer Schauspielkunst.

    Durchbruch mit "French Connection – Brennpunkt Brooklyn"

    Hackman hatte bereits mehrere Auftritte am Broadway, bevor er 1961 seine erste Rolle in einem Kinofilm spielte. Als er seinen großen Durchbruch feierte, war er bereits über 40 Jahre alt. Als Polizist Jimmy "Popeye" Doyle im Kultstreifen "French Connection – Brennpunkt Brooklyn" (dt. Titel "Brennpunkt Brooklyn", Regie: William Friedkin) wurde Hackman auf der ganzen Welt bekannt.

    Seine erste größere Rolle spielte er 1964 in dem Filmdrama "Lilith" mit Warren Beatty, der ihn drei Jahre später für "Bonnie and Clyde" engagierte. Für seine Darstellung von Clydes Gangster-Bruder Buck Barrow erhielt Hackman seine erste Oscar-Nominierung als bester Nebendarsteller. 1972 erhielt er für diese Rolle einen Oscar als bester Hauptdarsteller. Einen weiteren Oscar bekam er 20 Jahre später, im Jahr 1992, für die beste Nebenrolle im Clint-Eastwood-Western "Erbarmungslos". 

    Mit Kassenknüllern wie der John-Grisham-Verfilmung "Die Firma" und "Crimson Tide" schaffte er es auf Hollywoods A-Liste. Mit Dustin Hoffman war er 2003 in dem ebenfalls auf einem Grisham-Roman basierenden Thriller "Das Urteil" zu sehen. Seinen dritten Golden Globe holte sich Hackman als bester Komödiendarsteller in Wes Andersons Familiensatire "Die Royal Tenenbaums" (2001).

    Zuletzt glänzte er 2004 in der Polit-Satire "Willkommen in Mooseport" als arroganter Ex-Präsident, der von Washington in die Provinz zieht. Damals vertraute er US-Talkmaster Larry King an, er wolle aus dem Filmgeschäft aussteigen. Man müsse zu viele Kompromisse machen, klagte der Star. Er hielt sein Wort und trat seither nicht mehr vor die Kamera. Allerdings machte er als Autor weiter. Er schrieb Bücher, etwa den Bürgerkriegsroman "Escape from Andersonville" (von 2008) und den Polizeithriller "Pursuit" (von 2013).